Wir freuen uns sehr, eine Förderung durch die evangelische Landeskirche für ein Projekt im Bereich Spiritual Care erhalten zu haben.

Das Projekt wird in den Ambulanten Diensten Nürnberg der Diakonie Neuendettelsau durchgeführt. Unser Ziel ist es vor allem den pflegebedürftigen Mensch, der von uns in seiner gewohnten Umgebung versorgt wird, auch in der letzten Lebensphase möglichst gut zu begleiten. Vom Projekt sollen aber auch die Angehörige sowie alle an dem Pflegeprozess Beteiligte profitieren. Vor allem durch einen Ausbau der Fachlichkeit unserer Mitarbeiter soll hier Handlungssicherheit geschaffen und damit eine gute Versorgung jederzeit gesichert werden.

Das Projekt ist notwendig, da das Thema Tod und Sterben innerhalb der ambulanten Pflege leider in vielen Bereichen bisher nicht ausreichend Aufmerksamkeit bekommen hat. Strukturell ist diese sensible Lebensphase eher weniger im Fokus, da hier die Finanzierung in keinem Fall ausreichend ist und sehr viel ehrenamtliches Engagement seitens der Mitarbeiter gefordert ist. Dazu kommt, dass die Mitarbeiter häufig selber ein Zugangsproblem zu diesem Thema haben. Viele Pflegekräfte sind in diesem Thema wenig geschult und durch ihre Ausbildung eher auf „gesund bzw. rehabilitativ pflegen“ trainiert. Auch in der Ausbildung ist das Thema eher kurz behandelt. Viele Mitarbeiter haben große Schwierigkeiten sich hier einzulassen, da dies immer eine Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit bedeutet.

Eine Abgrenzung zu bisherigen Aktivitäten ist schwierig. Selbstverständlich ist das Thema Tod und Sterben immer wieder präsent in der ambulanten Pflege. In Fallbesprechungen wurden schon immer schwierige und belastende Versorgungssituationen aufgegriffen. Allerdings gab es hierzu noch kein Projekt, welches sich konkret und ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt hat.

Die Fördergelder der evangelischen Landeskirche ermöglichen uns das Einrichten eines Qualitätszirkels zu diesem Thema, Investition in Fortbildung von Mitarbeitern, Zeit für das Erarbeiten eines Konzeptes und die Erstellung umsetzbarer Verfahrensanweisungen. Es braucht eine ambulante „Sorgekultur“ für das Lebensende, dass die Endlichkeit des menschlichen Lebens von Betroffenen, Angehörigen und Pflegekräften akzeptiert werden kann, damit das Sterben und der Tod als Bestandteil des Lebens verstanden werden. Die überwiegende Anzahl der Menschen sterben nicht in spezialisierten palliativen Einrichtungen. Hier setzt unser Projekt „lebenswert bis zuletzt“ an. 

Wir hoffen hier neben allen alltäglichen Sorgen und Nöten auch in der Begleitung am Lebensende ein hoch qualifizierter und verlässlicher Partner für das lebenswert bis zuletzt daheim zu sein. 

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